Seit über 140 Jahren gibt es in Mitterteich die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK).
Auf Anregung von Josef Stingl und Spenglermeister Josef Kutzer wurde die "Veteranen- und Kriegerkameradschaft Mitterteich" 1873 gegründet. Beide übernahmen die Vereinsführung, noch im gleichen Jahr wurde eine Fahne angeschafft. Wie aus dem Stadtarchiv zu erfahren war haben aus Dankbarkeit über ihre unversehrte Heimkehr die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871 Bäume in der Wiesauer Straße (Bärenwirtskreuz) gepflanzt.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs mussten Mitglieder erneut an die Front ausrücken, einige von ihnen kamen nie zurück. Das Vereinsleben geriet in diesen Jahren ins Stocken. Nach dem Ersten Weltkrieg fanden sich wiederum einige Kameraden, um das Erbe des Vereins zu pflegen und die Aktivitäten auszubauen.
Bis zum Jahr 1933, als die NSDAP die Macht übernahm, war die Veteranen- und Kriegerkameradschaft einer der größten Vereine in Mitterteich. Doch dann wurde die Kameradschaft verboten und ihrer finanziellen Guthaben beraubt. Die Fahne konnte ein Mitglied retten, indem es sie auf einem Dachboden versteckte.